Unser Projekt

Rundum gesund im Haus im Lenninger Tal

1. November 2020

Seit 2016 finden mit Unterstützung der BKK Scheufelen im Haus im Lenninger Tal umfangreiche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden und der Bewohnerinnen und Bewohner statt.

„Durch das Projekt mit der BKK Scheufelen haben sich ganz neue Möglichkeiten eröffnet. In der Zeit davor gab es eher punktuelle Angebote für die Mitarbeiter.“ (Petra Annen, Hausdi-rektion Haus im Lenninger Tal)

Die Ausgangsbasis bildeten moderierte Arbeitssituationsanalysen mit Beschäftigten, die durch weitere Workshops und regelmäßige Gespräche in einer Arbeitsgruppe ergänzt wurden. So erfolgte die Planung der Angebote passgenau entsprechend der erhobenen Wünsche und Bedarfe.

Vielfältig Gesundheit fördern
Als erste Maßnahmen im Haus im Lenninger Tal wurden Schulungen für das Küchen- und Pflegepersonal zur Optimierung der Ernährungsversorgung von Pflegebedürftigen sowie zur Raum- und Tischgestaltung und ein dazugehöriger Genussparcours für die Bewohnerinnen und Bewohner initiiert. Ergänzend fanden ein Seminar zum Kommunikations- und Konfliktmanagement sowie ein Workshop „Gesunder Rücken“ statt, die zu einer stressfreien und rückenfreundlichen Arbeitsweise und Arbeitsgestaltung beitrugen.

Mit Märchen aktivieren und Ressourcen stärken
Es folgte im nächsten Schritt die Umsetzung des Projektes „Unvergessen – Aktivierung durch Märchen“. In diesem Projekt wurden Betreuungskräfte zu Märchenerzählern ausgebildet und regelmäßige Märchenstunden eingerichtet – insbesondere ein Gewinn für Demenzerkrankte. Denn das ressourcenaktivierende Märchenerzählen fördert den sozialen Austausch in der Gruppe und regt die Biografiearbeit an. Die Märchenstunden finden bis heute statt:

„Durch die kontinuierliche Begleitung […] bleiben wir am Ball.“(Petra Annen, Hausdirektion Haus im Lenninger Tal)

Stress- und gewaltfrei im Pflegealltag
Im Mitarbeiterseminar „Gesund in der Schicht“ drehte sich dann alles um die Frage, wie ein ge-sundheitsförderlicher Alltag auch bei Schichtarbeit aussehen kann. In einem Escape Room zum Thema „Stress“ erfuhren die Beschäftigten spielerisch, wie sich Stress auf ihren Körper auswirkt und wie sie Stress besser bewältigen können. Zudem wurde durch das gemeinsame Lösen der Rätsel der Gruppenzusammenhalt gestärkt. Gerade in der Pflege sind ein gutes Stressmanagement und Miteinander wichtige Stützpfeiler für das Wohlbefinden der Beschäftigten. Demensprechend lautet auch der Titel des jüngsten Projektes im Haus im Lenninger Tal: „Gemeinsam achtsam – Prävention von Stress und Gewalt“. Das Projekt zielt darauf ab, einen verbesserten Umgang mit Stress und Aggression zu fördern sowie das gemeinschaftliche Leben und Arbeiten in der Einrichtung zu stärken. Zu Beginn erfolgte eine Bestandsaufnahme durch ein wissenschaftliches Institut. Schulungen in den Bereichen Stressprävention, Entspannung, Deeskalation und Kommunikation tragen zur Qualifizierung der Mitarbeitenden bei, sodass sich diese in Stress- und Konfliktsituationen sicherer fühlen. Darüber hinaus wurden zwei Beschäftigte in einer fünftägigen Fortbildung zu „Präventionslotsen“ ausgebildet. Sie dienen in der Einrichtung für alle Zielgruppen als Ansprechpartner und Unterstützer. So soll der Umgang mit Gewalt und Konflikten – auch über das Projekt hinaus –– nachhaltig verbessert werden. Kleine Mitmachaktionen und Printmedien für die gesamte Einrichtung, die für Werte wie Wertschätzung und ein respektvolles Miteinander sensibilisieren, rundeten das Projekt ab. Nach Abschluss der Maßnahmen und einer wissenschaftlichen Evaluation erfolgt im Jahr 2021 die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse.
Fest steht: Durch die kontinuierliche Umsetzung vielfältiger Maßnahmen unter Beteiligung aller Zielgruppen hat das Haus im Lenninger Tal tragfähige gesundheitsförderliche Organisationsstrukturen entwickelt und Kompetenzen in der Belegschaft aufgebaut.

„Dank sehr guter Referenten sind wir aus den verschiedenen Veranstaltungen neu motiviert und gestärkt in unseren nicht immer leichten Arbeitsalltag zurückgekehrt. Auch die Bewohner haben dadurch profitiert.“ (Petra Annen, Hausdirektion Haus im Lenninger Tal)

Das Thema „Gesundheitsförderung“ ist nunmehr fest in der Einrichtung verankert. Für Frau Annen, die Hausdirektion der Einrichtung, ist noch lange nicht Schluss:

„Gesundheitsförderung hat bei der Ev. Heimstiftung einen hohen Stellenwert. Durch die Projektarbeit und das Miteinbeziehen der Bewohner haben sich andere Themen aufgetan. Wir möchten gerne weitere Projekte mit der BKK Scheufelen durchführen.“