Unser Projekt

Rundum gesund im Haus an der Teck

2. Oktober 2020

Im Jahr 2016 fiel der Startschuss – seitdem findet mit Unterstützung der BKK Scheufelen im Haus an der Teck fortlaufend ein buntes Programm zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten und der Bewohnerinnen und Bewohner statt. Regelmäßige Treffen in einer Steuerungsgruppe schaffen bis heute die Planungsgrundlage für die Präventionsarbeit. Ergänzend wurde zu Beginn mit Hilfe von moderierten Mitarbeiterworkshops – sogenannten Arbeitssituationsanalysen – die Bedarfe und Wünsche im Haus an der Teck erhoben.
„Die Anfangsanalyse und die begleiteten Workshops mit Gesprächen waren besonders hilfreich.“ (Timo Katolla, Hausdirektion Haus an der Teck)

Als erste Maßnahme fand eine Ergonomieberatung für alle Beschäftigten und ein dazugehöriger Workshop „Gesunder Rücken“ statt, die maßgeblich zu einer ergonomischen, rückenfreundlichen Arbeitsweise und gesunden Arbeitsgestaltung in der Einrichtung beitrugen.

„Wenn sich die Routine und so mancher Arbeitsablauf wieder einschleicht, der nicht so günstig ist, dann erinnern sich viele an die Beratung und die Übungen und hören wieder bewusster auf ihren Körper“. (Timo Katolla, Hausdirektion Haus an der Teck)

Im nächsten Schritt erfolgte mit Blick auf die psychosoziale Gesundheit der Pflegebedürftigen das Projekt „Unvergessen – Aktivierung durch Märchen“. In diesem Projekt wurden Betreuungskräfte zu Märchenerzählern ausgebildet und regelmäßige Märchenstunden installiert – insbesondere für Demenzerkrankte ein wirksames Aktivierungsangebot. So fördert das ressourcenaktivierende Märchenerzählen den sozialen Austausch untereinander und unterstützt die Biografiearbeit. Verschiedene Vertiefungsschulungen wie beispielsweise „Biblische Geschichten lebendig erzählen“ sicherten die Nachhaltigkeit des Projektes.

„Die Schulung zum Märchenerzähler hat allen für ihre eigene Persönlichkeit etwas gebracht und die Umsetzung auf den Wohnbereichen ist im Gange. Höhepunkt war eine Erzählung und Aufführung von „Schneewittchen“ beim Sommerfest.“ (Timo Katolla, Hausdirektion Haus an der Teck)

Entspannungsworkshops für die Beschäftigten sowie ein dazugehöriges Seminar, wie das Erlernte auch in der Betreuung angewendet werden kann, zielten auf die Prävention von Stress ab. Ergänzend erarbeiteten Mitarbeitende im Workshop „Stärkung des Wohlbefindens neuer Bewohnerinnen und Bewohner“, wie der Einzug neuer Pflegebedürftiger möglichst stressfrei und gesundheitsstärkend gestaltet werden kann.

Mit „Schritt für Schritt – Gemeinsam bewegt im Alter“ wurde im Jahr 2018 ein Programm zur Förderung der körperlichen Aktivität der Pflegebedürftigen initiiert. Um Pflegebedürftige in Bewegung zu bringen wurde zu Projektstart ein 8-wöchiges Bewegungsprogramm von externen Trainerinnen und Trainern in Kleingruppen vor Ort angeboten. Damit Mitarbeitende das Programm eigenständig weiterführen können, erfolgte im Anschluss eine Schulung ausgewählter Beschäftigter als Multiplikatoren. In einem weiteren Workshop lernten auch interessierte Angehörige, wie sie Bewegungsförderung in ihre Besuche spielerisch einbauen können.

„Schritt für Schritt […] wird regelmäßig bei der Aktivierung angeboten und die Mitarbeitenden konnten viele gute Anregungen von dem Kurs mitnehmen.“ (Timo Katolla, Hausdirektion Haus an der Teck)

Das neueste Projekt im Haus an der Teck schreibt sich „Gemeinsam achtsam – Prävention von Stress und Gewalt“ auf die Fahne. „Gemeinsam achtsam“ zielt darauf ab, einen verbesserten Umgang mit Stress und Aggression zu etablieren. Denn ein gutes Miteinander entlastet Mitarbeitende und Bewohnende gleichermaßen. Zu Projektbeginn fand zur Bestandsaufnahme eine Analyse durch ein externes wissenschaftliches Institut statt. Passgenaue Schulungen in den Bereichen Stressmanagement, Entspannung, Deeskalation und Kommunikation folgten. Ziel ist es die Kompetenzen der Mitarbeitenden zu erweitern, sodass diese Stress- und Konfliktsituationen leichter bewältigen können. Darüber hinaus wurden zwei Beschäftigte in einer fünftägigen Fortbildung zu „Präventionslotsen“ ausgebildet. Sie tragen die Themen Konfliktmanagement und Gewaltprävention langfristig weiter und dienen allen Zielgruppen in der Einrichtung als Unterstützer.

„Es war eine hervorragende Schulung und es ist sehr wichtig, dass es für Kolleginnen und Kollegen Ansprechpartner vor Ort gibt.“ (Timo Katolla, Hausdirektion Haus an der Teck)

Kleine Mitmachaktionen und Printmedien für die gesamte Einrichtung, die für Werte wie Wertschätzung und ein respektvolles Miteinander sensibilisieren, rundeten das Projekt ab.
Durch die kontinuierliche Umsetzung verschiedener Maßnahmen für alle Zielgruppen, hat das Haus an der Teck tragfähige gesundheitsförderliche Organisationsstrukturen entwickelt und ist zum Vorreiter für eine nachhaltige Gesundheitsförderung geworden.

Herr Katolla, die Hausdirektion der Einrichtung, zieht Bilanz:
„Ein sehr wichtiges, gelungenes und toll ausgeführtes Projekt. Wir sind sehr zufrieden und freuen uns schon auf weitere Projektvorschläge.“